DORNUM (ald) Nur zufriedene Gesichter gab es, als gestern um 13 Uhr die Siegerehrung beendet war und das I. Internationale Fußballzeltlager vom SV Dornum zu den Akten gelegt werden konnte; Mannschaften, Betreuer,Trainer, Schiedsrichter, Organisatoren und nicht zuletzt auch der Schirmherr waren mit dieser bisher in Ostfriesland einmaligen Veranstaltung zufrieden. Dornum stand von Freitagnachmittag bis Montagmittag im Zeichen des Jugendfußballs. Der Versuch ist gelungen. Alle Mitwirkenden freuen sich auf eine Wiederholung, freuen sichauf das II. Internationale Fußballzeltlager in Dornum, das - mit Sicherheit - in zwei Jahren stattfinden wird.
Das Fußballspiel war der eigentliche Anlaß für fast 300 junge Sportler, Pfingsten nach Dornum zu kommen. Was sie hier jedoch erlebten, machte das Fußballspiel zur Nebensache: "Das ganze Drum und Dran gefiel uns eigentlich noch besser als Turnier", so die Worte einiger Spieler aus Hamburg und aus edem Emsland zum KURIER-Sport.
Es war tatsächlich toll, was die Organisatoren des SV Dornum auf die Beine gestellt hatten. Zwischen den Spielen, am Morgen und am Abend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich an Tischtennisplatten, beim Lagerfeuer, bei einer Disco oder bei anderen Spielen kennezulernen. Bis spät in die Nacht geschah dies zudem vor den mehr als 20 Zelten, in denen die Sportler auf dem Sportplatz untergebracht waren.
Er habe die ganze Sache zuerst mit etwas Skepsis betrachtet, meinte Schirmherr Hinrich Swieter, doch nun sei er bee?ndruckt von dem, was den Gästen aus Hollandund aus ganz Norddeutschland geboten worden sei, fuhr Aurichs Landrat fort. Die Internationale Begegnung habe den Fußball etwas zur Nebensache werden lassen, doch sei dies gar nicht so schlimm, da hierdurch zahlreiche Bekanntschaften unter den Sportlern geschlossen wurden, die spätestens in zwei Jahren wieder aufgefrischt werden sollten. Swieter bat den SV Dornum, diese gelungene Veranstaltung zu wiederholen.
Die Grüße und Glückwünsche zum hervorragenden Gelingen des Zeltlagers überbrachte Erdreich Ott vom Fußballkreis Aurich. Ott betonte, daß man hervorragenden Fußball gesehen habe. Zahlreiche Spiele seien durch ein Elfmeterschießen entschieden worden. Auch Ott stellte die Kameradschaft besonders heraus, die unter den jugendlichen Sportlern aufgekommen sei und hoffte, daß das Turnier von Dornum Schule machen würde, um Werbung für den Jugendfußball zu machen.
Neben dem Spiel stand natürlich auch der Sport in Dornum auf dem Programm: Erst nach 69 Spielen standen alle Turniergewinner fest. Spannung gab es nicht nur während der Spiele, die wegen der relativ kurzen Spielzeit meistens 0:0 endeten. Die hierdurch nötig gewordenen Elfmeterschießen wurden zu wahren Krimis. Den absoluten Hôhepunkt gab es - wie sollte es anders sein - am Ende des gesamten Turniers.
Im letzten Spiel um den ersten und zweiten Platz bei den A-Jugendlichen standen sich die Mannschaften von Uetrecht (Holland) und Harburg (Hamburg) gegenüber. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 1:1. Insgesamt 13 Elfmeter waren nötig, bevor Uetrecht mit 8:7 das Spiel und somit den Turniersieg der A-Jugendlichen für sich verbuchen konnte.
Im Folgenden die Sieger der anderen Klassen: D-Jugend: 1. TuS Holtriem, 2. SuS B'fehn I, 3.SV Spetzerfehn, C-Jugend: 1. SV Wittmund, FC Norden, 3. SV Dornum, B-Jugend: SuS Emden, FC Norden, Harburger Turnerbund. Bei der A-Jugend wurden die Jugendlichen des SV Dornum Dritter.
Dieser Artikel erschien am 1. Juni 1982 im Ostfriesischen Kurier