Kommunale Wärmeplanung
Die Gemeinde Dornum hat gemeinsam mit dem Energienetzbetreiber EWE Netz GmbH die Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Bereits in der Sitzung des Bau-, Planungs-, Landschaftspflege und Umweltausschuss am 17.06.2025 wurden Teilergebnisse der Planung der Öffentlichkeit vorgestellt, diskutiert und Anregungen aufgenommen. In der Ratssitzung am 18.09.2025 wurde das Ergebnis des Planungsprozesses durch die EWE Netz GmbH und Fragen der Öffentlichkeit und des Rates beantwortet.
Die Erstellung des Wärmeplans wurde mit Bundesmitteln im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Nationale Klimaschutzinitiative - Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher, ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Was ist Inhalt des Kommunalen Wärmeplans?
Potenzial für Modernisierung und erneuerbare Energien
Die Bestandsanalyse hat gezeigt, dass viele Gebäude in Dornum vor der Einführung moderner Wärmeschutzstandards errichtet wurden und zahlreiche Heizungsanlagen älter als 20 Jahre sind. Damit besteht ein erhebliches Potenzial für energetische Sanierungen und den Austausch alter Heizungen. Gleichzeitig wurde deutlich: In Dornum wird bislang überwiegend mit Erdgas geheizt – hier gilt es, Schritt für Schritt auf erneuerbare Wärmequellen umzusteigen.
Welche Möglichkeiten gibt es für die Zukunft?
Die Potenzialanalyse zeigt: Dornum könnte künftig seinen gesamten Wärmebedarf durch lokale und erneuerbare Energiendecken. Aufgrund der geringen Bebauungsdichte eignet sich der Einsatz von Wärmepumpen nahezu flächendeckend. Zudem wurden drei Gebiete mit hoher Wärmeliniendichte identifiziert, in denen sich der Aufbau eines Wärmenetzes lohnen könnte – die Quartiere Norderburg, Mariannenstraße und Süderweg-von-Closter-Straße. Dort könnten zentrale Heizanlagen viele Gebäude gemeinsam versorgen. Darüber hinaus zeigt die Analyse: Durch Gebäudesanierungen lässt sich der Wärmebedarf in Dornum bis 2040 um fast ein Drittel reduzieren.
Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?
Die Wärmeplanung schreibt niemandem vor, wie in Zukunft geheizt werden muss. Sie liefert vielmehr Vorschläge und Orientierung, welche Lösungen an welchen Stellen besonders sinnvoll sind – ob ein Wärmenetzanschluss oder eine individuelle Lösung mit Wärmepumpe, Biomasse oder Hybridheizungen.
Die Gesamtfassung des Wärmeplans wird Ihnen unten zum Download bereitgestellt.
Wie geht es weiter?
Als nächste Schritte sind unter anderem Machbarkeitsstudien für die identifizierten Wärmenetzeignungsgebiete geplant. Ergänzend werden Informationskampagnen zur Heizungsmodernisierung und Gebäudesanierung aufgesetzt.
Ansprechpartner für Fragen:
Fachbereich 2 – Bauen und Finanzen
Herr Janssen
Telefonummer: 04933/ 91 89 – 12
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