Gordischer Knoten gelöst - Neuer Nutzungsvertrag für Accumer Riege
Zum Jahresende zeigte sich der Vorstand des SV Dornum erleichtert. Nach fast zwei Jahren der Unsicherheit, wie es mit der Sportförderung und dem Sportplatz an der Accumer Riege weitergehen soll, ist endlich wieder Planungssicherheit eingekehrt. Nach einem erneuten Treffen von Vorstand, SV Geschäftsführung und Gemeindespitze war Einvernehmen über den neuen Vertrag und über die Sanierung des Umkleide- und Sanitärbereichs erreicht worden. Dem konnte der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 13. Dezember mit kleinen Anpassungen abschließend zustimmen. Der 1. Vorsitzende Dr. Kurt Begitt zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss. Mit dem neuen Vertrag kann der Verein für weitere zwölf Jahre die Sportanlagen an der Accumer Riege nutzen.
Noch einmal ein kurzer Rückblick auf die Historie: Im Mai 2015 hatte der SV Dornum die dringend erforderliche Sanierung der Gästeumkleidekabine und des Sanitärbereichs am Sportplatz Accumer Riege angemahnt und dem Antrag an die Gemeinde auch gleich einen Finanzierungsplan beigefügt. Die Gemeinde sollte 35 Prozent der Kosten übernehmen. Erst sechs Monate später kam es zu einem ersten Gespräch, in dem die Gemeindeverwaltung sich zu angestrebten Sparmaßnahmen und Neuverträgen äußerte. Als erstes sollte ein Arbeitskreis eingerichtet werden, der mit den Vereinen neue Nutzungsverträge erarbeitet. Die Sanierung sollte nach Abschluss von neuen Verträgen in Angriff genommen werden. Im April 2016 befasste sich der Verwaltungsausschuss mit den Vorschlägen aus dem Arbeitskreis. In dem VA-Beschluss fand der SVD seine Vorschläge allerdings nicht berücksichtigt. Der Sportverein forderte eine Wiederaufnahme der Gespräche, die wegen der Sommerpause und der anstehenden Kommunalwahl aber nicht mehr stattfanden. Ein erneuter Vorstoß mit einer Stellungnahme des SVD führte letztendlich zu dem Gespräch und dem vorliegenden Ergebnis.
Der Sportverein wird mit dem neuen Vertrag zwar stärker belastet und muss ab Mitte 2017 30 Prozent der laufenden Bewirtschaftungskosten für die Sportanlage tragen. Dies sieht der Vorstand als einen tragbaren Kompromiss. Auf der Ertragsseite steht dafür, dass mit dem neuen Nutzungsvertrag sofort grünes Licht für die Sanierung des Dusch- und Sanitärbereichs geschaltet wurde. Ein Antrag auf Förderung dieser Maßnahme durch den Kreissportbund (KSB) wurde umgehend auf den Weg gebracht. Ein Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Baukosten wurde beim KSB beantragt. Der Sportverein und die Gemeinde teilen sich die verbleibenden Kosten der Sanierungsmaßnahmen im Umkleidegebäude.
Im Frühjahr soll in einem weiteren Schritt die Sanierung der Außenanlage in Angriff genommen werden. Die Drainage des Sportplatzes muss überprüft werden und die Laufbahn braucht eine Rundumerneuerung.
Die Renovierungspläne für den Kunstrasenplatz hatte der SV bereits im Oktober 2015 zurückgenommen. Der Grund: Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Kunstrasen beträgt laut Experten zirka 20 Jahre. Dieses Alter hat der Platz, der 1995 eingerichtet wurde. Der Platz ist noch in gutem Zustand. Gerade in der Herbst- und Winterzeit wird der Platz jetzt intensiv genutzt. Das sollte nach Möglichkeit noch so bleiben, solange es geht. Für die weitere Zukunft des Kunstrasenplatzes wird nach Lösungen zu suchen sein.
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